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Swimmingpool im eigenen Garten: Was ist zu beachten und wohin mit dem Pool(ab)wasser?

Badespaß ist für viele im Sommer einfach das Größte, vor allem für (zukünftige) Besitzer eines festen oder mobilen Swimmingpools im eigenen Garten.

Bevor der Badespass beginnen kann, stellt sich oft die Frage: Brauche ich für den Pool in meinem Garten eine Baugenehmigung? Hierzu gibt Art. 57 BayBO eine Kla-re Auskunft: Schwimmbecken mit einem Beckeninhalt bis zu 100m³ (100.000 l Wasser) bedürfen keiner Baugenehmigung (Art. 57 Abs. 1 Nr. 10 a BayBO)!

Wenn nun der Pool bzw. das Becken seinen Platz im Garten gefunden hat, geht es an die Befüllung: Dies ist nur über den normalen Hauswasseranschluss erlaubt bzw. unter Berechnung der Kosten (Wasser und Arbeitszeit) durch den Wasserwart der Stadt Schnaittenbach.

Doch neigt sich die Badezeit ihrem Ende zu, stellt sich die Frage, wie man das Poolwasser entsorgen kann. Kann das Poolwasser einfach im Garten versickert werden oder muss es in den öffentlichen Abwasserkanal eingeleitet werden?

Grundsätzlich muss man unterscheiden, ob das Poolwasser unbehandelt verwendet wurde, oder ob Chemikalien wie etwa Chlor, Biozide usw.  zugesetzt worden sind. Unbehandeltes Poolwasser, z. B. Wasser aus kleinen Planschbecken, die in der Regel nach kurzer Zeit entleert werden, kann bedenkenlos im eigenen Garten versickert oder vergossen werden.

Bei länger stehendem Poolwasser und bei jedem installierten Swimmingpool kommt man aber meist nicht darum herum, das Wasser mit Chemikalien zu „pflegen“, um Algen und Bakterien zu bekämpfen. Dieses Poolwasser ist dann jedoch nicht mehr unbelastet und gilt gemäß § 54 Wasserhaushaltsgesetz – WHG als Abwasser. Ab-wasser darf nicht in das Grundwasser gelangen (Versickerung, Gießen), sondern muss in den öffentlichen Abwasserkanal eingeleitet werden.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich gerne jederzeit an die Stadtverwaltung oder informieren sich auf der Homepage der Stadt, hier ist ein Merkblatt für die Entsorgung von Poolwasser abrufbar.